Konzepte & Didaktik

Arbeitsphilosophie

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Zur Arbeitsphilosophie und
pädagogischen Idee des ZBK

Die pädagogische Grundsituation in den Trainingsgruppen des Circus Sonnenstich zeichnet sich dadurch aus, dass wir mit Menschen arbeiten, die durch ihr Down-Syndrom oder andere Lernschwierigkeiten einen sehr spezifischen Wahrnehmungs- und Kommunikationsstil haben und deren Intelligenzen mindestens zum Teil auf anderen Strukturen als denen, die uns vertraut sind, aufbauen. Die Artisten*innen erfahren eine nachhaltige Stärkung ihres Selbstwertgefühls, auch weil wir jedem Menschen - ganz frei von einengenden Normalitäts-Konstrukten – individuell zugeschnittene Lernwege ermöglichen. Es ist unsere zentrale Aufgabe, anknüpfend an Kompetenzen und Potentiale unserer Artisten*innen, einen Zugang zu den inneren Handlungsmotiven und Denk-Kategorien der bei uns tätigen Menschen zu erschließen.
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ZBK Arbeitsphilosophie pdf

und pädagogische Idee im Zentrum für bewegte Kunst e.V.

ZBK Arbeitsphilosophie Teil 2 pdf

Grundlagen für Bewegungslernen im Circus Sonnenstich


Die künstlerische Idee

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Ein Interview mit dem pädagogisch künstlerischen Leiter Michael Pigl-Andrees und der Regisseurin Anna-Katharina Andrees.

Wie definiert ihr den Begriff „Kunst“ in Eurer Zirkusarbeit?

Kunst meint, Bekanntes in Ungewöhnliches und Neues zu übersetzen und das von Menschen, die sich mit sich selber auseinandersetzen. Man kann die gleichen Dinge machen, wie andere auch, aber das „wie“ ist es, das sie zu etwas Besonderem macht. Die Möglichkeiten für eine Bewegungsgestaltung, also die Wege in eine artistische Bewegungsform hinein und wieder heraus – beispielsweise in einen Handstand – sind dabei sehr variabel. Das innere Erleben und die Emotionen, die in diesem Prozess entstehen, sind bei jedem Menschen sehr individuell. Natürlich ist auch das „was“ wichtig. Man muss die Techniken, die man ausführt, sicher und präzise erarbeiten. In der feinen Kombination und Balance des „was“ mit dem „wie“ liegt die Chance für das Entstehen von Kunst.

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IN.CIRQUE

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"IN.CIRQUE" als inklusionsorientierte Didaktik der Bewegungskünste des ZBK

Das aktuelle pädagogisch-künstlerische Ziel des ZBK ist die Entwicklung und differenzierte Ausarbeitung von „IN.CIRQUE“ als interdisziplinäre und ganzheitliche Didaktik der Zirkus-und Bewegungskünste mit Fokus auf Menschen mit Down-Syndrom und anderen Aufmerksamkeitsbesonderheiten. „IN.CIRQUE“ beruht auf der Zusammenführung der inklusions-orientierten Zirkuspraxis des ZBK (seit 1997) mit der Schauspielmethode von Michael Chekhov (Imagination, Improvisation, Intuition), tanzpädagogischen Konzepten (unter anderem nach Rosalia Chladek) und einem Crossover-Ansatz moderner Theorien aus Pädagogik, Neurobiologie und Inklusionsforschung (André Frank Zimpel, Henning Köhler, Heinrich Jacoby,  Janusz Korczak, Jesper Juul, Gerald Hüther, Ines Boban / Andreas Hinz und Tony Booth usw.) verknüpft.

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Im September 2016 startet der erste Fachtag #IN.CIRQUE
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BEKIS

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Felix Brüning und Nina Rogge

„BEKIS – bewegte Kunst und inklusive Schulkultur“

ist ein Modellprojekt für künstlerische Projektarbeit im inklusiven Kontext“. Es beruht auf 18 Jahren Projekterfahrung des Circus Sonnenstich und der forschungsorientierten Didaktik des Zentrum für bewegte Kunst.

Das Projekt wird mit dem Partner Charlotte-Salomon-Schule in Berlin-Kreuzberg durchgeführt und evaluiert. Es beruht auf prototypisch durchgeführten inklusiven Schul-Zirkusprojekten und verfolgt die innovative ZBK-Didaktik von „IN.CIRQUE“ als ganzheitliches pädagogisch-künstlerisches Programm.

Die pädagogisch-künstlerischen Methoden werden entwickelt und übersetzt aus der Perspektive der Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Behinderungen. Deren Weltzugänge, Denkstrukturen und Handlungsmodelle sind „anders normal“. Sie werden im Projekt „BEKIS“  als „normaler Standard“ für eine Bereicherung von inklusionsorientierten Lernkulturen wahrgenommen und gefördert.

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