Beziehungs-Weise

BEZIEHUNGS-WEISE

Zündende Ideen der jungen Artisten, kombiniert mit einem Mix aus klassischem Circus, Varieté und Cirque Nouveau.

"Frauen haben eine ganz eigene Taktik, jemanden einzuwickeln und zu betören - mit einem Strahlen beispielsweise", sagt mit großer Überzeugung Zora Schemm (23), Artistin beim Circus Sonnenstich. Das war die zündende Idee für das neue Programm, das Momente des klassischen Circus, von Varieté und Cirque Nouveau verbindet. „Beziehungs-Weise“ ist wörtlich zu verstehen und knüpft direkt an die Ideen der Artisten/-innen an: Die jungen Erwachsenen gehen eigensinnige Beziehungen zu Raum, Zirkusrequisiten und besonders zu ihren Mitartisten/-innen ein. Und sie entwickeln auf ureigene Weise eine Formensprache, die überraschende und humorvolle Beziehungen entstehen lässt.

Die 7 Frauen und 8 Männer zwischen 19 und 26 Jahren (davon 14 mit Down-Syndrom) begegnen sich in einem klaren und offenen Raum und entführen die Zuschauer in eine minimalistische poetische Zirkuswelt. Tanz-Choreographien rahmen artistische Begegnungen: Auf Rola-Bolas, Laufkugeln und Stelzen. Jonglagen mit großen Bällen und Diabolo. Hula Hoop, Akrobatik und - erstmals - Trapez!

Keine theatralen Geschichten mit logischen Handlungssträngen, dafür Atmosphären und Bilder, Kommunikation mittels Objekten und Requisiten. Spielerische Übergänge und Verbindungslinien zum Zwischen-den-Zeilen-Lesen. Aufeinandertreffen von Menschen: Frauen unter sich, Männerfreundschaften, Spannend entspannte Beziehungen zwischen Mann und Frau. Sinnlichkeit von Annäherungen in verschiedenen Duos. Vor allem Gruppendarbietungen werden zur Selbstvergewisserung der Artisten/-innen: Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam sprengen wir Grenzen.

Alles ohne szenischen Text. Dafür Subtext als Angebot für die Fantasie der Zuschauer. Kein Spektakel, dafür fein gewoben ein sanfter Flow in eine Zauberzirkuswelt…

Ermöglicht durch Kostüme, so individuell wie ihre Träger - im beziehungsreichen Kennenlernen von Artist/-innen und Kostümbildnerin Katja Quinkler entstanden. Ermöglicht auch durch die musikalische Produktion der Band LeJuka (Leo Solter / Julia Fiebelkorn / Anna-Katharina Andrees) und einen Raum, der aus schwerem Schwarz ins helle Luftig-Leichte wechselt, ins Licht gesetzt von Ruprecht Lademann.

 


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